Publikationen
September 2007
Die Marke live erleben – Mitarbeiterevents als emotionales Element der Internen Kommunikation
(Management Summary)
Feste, Veranstaltungen oder Events, wie sie heute oft genannt werden, hatten schon seit jeher die Aufgabe, im persönlichen Dialog das „Wir“-Gefühl zu stärken, eine Gemeinschaft zu bilden und die Gemeinschaft zu festigen. Identifikation, Mobilisierung, Motivation und der offene Dialog sind die Ergebnisse dieser oftmals wiederkehrenden Veranstaltungen. Der Event wird zum Forum für Mitarbeiter, sich im direkten Dialog, vis-a-vis, auszutauschen und gemeinsam die Erlebnisse und Eindrücke zu teilen. Das „Wir“ gewinnt, die Singularität verschwindet. Jeder einzelne Mitarbeiter wird persönlich, direkt und damit viel stärker und intensiver involviert als mit vergleichbaren klassischen, indirekten medialen Kommunikationsinstrumenten. So kann er die Botschaften eines Events mit allen Sinnen erleben. So entsteht eine enorme Erlebnistiefe, die lange in den Köpfen der Mitarbeiter vorhält.
Für eine gelungene Veranstaltung sind drei Projektphasen zu meistern. In der Vorbereitungsphase steht am Anfang ein ausgeklügelter, detaillierter Projekt- und Ressourcenplan, der die Aufgaben, das Timing und die Ressourcen verteilt. Angefangen bei der Auswahl der Location über die Planung der Moderation bis zum Catering, zur Musik oder zur Visualisierung werden in dieser Phase die zentralen Weichen gestellt. Im Rahmen der Veranstaltungskommunikation wird auch die gesamte Dramaturgie der Veranstaltung festgelegt. Diese muss – unter Berücksichtigung der Ausgangssituation bei den Mitarbeitern und den kommunikativen Zielen – so aufgebaut werden, dass sie sich wie eine Geschichte liest und am Ende des Tages rund und nachvollziehbar ist. Alle Teilprojekte, Themen, Reden, Präsentation, Arbeitsgruppen etc. müssen innerhalb des Kommunikationsrahmens erstellt werden.
Eine gelungene Veranstaltung bezieht die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in das Geschehen ein. Nur so können Botschaften nicht nur verstanden, sondern auch gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen erlebt und reflektiert werden. Aufpassen muss man vor den zahlreichen „Stolperfallen“, die innerhalb einer Veranstaltung auftreten können. Schließlich bestehen überall da, wo wir es mit Emotionen, mit den Gefühlen von Menschen zu tun haben, erhebliche Risiken. Ein falsches Wort, eine aus dem Ruder laufende Kommunikation, empfundene Arroganz und Abgehobenheit – das sind nur einige der Stolperfallen, die jeden Event zum Supergau werden lassen können.


